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Unser Haus!

Im Sinne der Nachhaltigkeit besteht das Gebäude aus einer Holz-Hybridbauweise. Der Aufzug, das Treppenhaus und die Geschossdecken werden in Beton hergestellt, während die hochgedämmten Elemente wie Wände und Fassade aus Holz gefertigt werden. Somit teilen sich Holz und Beton das statische System. Die aussenliegende Tragstruktur aus Holz mit der dahinterliegenden Fassade ist gleichzeitig das gestaltprägende Element des Gebäudes.

Neben dem Thema Nachhaltigkeit besticht das Quartier Spinelli zudem durch ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept, welches Auswirkungen auf Ökologie und Soziologie hat. Der Weg vom Quartiersparkhaus oder der Haltestelle des ÖPNV nach Hause soll zur sozialen Interaktion und zum pflegen von Kontakten einladen. Die Verkehrsfläche wird zum Raum für die Gemeinschaft.

Diesen Ansatz greift Unser Haus! auf und erreicht somit, dass dieses Prinzip nicht an der Türschwelle zum Wohnhaus endet. Das Erschließungskonzept verfolgt den Ansatz zwischenmenschliches zu stärken und Möglichkeiten zu schaffen aus anonymer Nachbarschaft eine Gemeinschaft zu formen.

Von der Straße gelangt man über ein privaten Weg, vorbei an zahlreichen Stellplätzen für Fahrräder und Elektroroller zum nördlich gelegenen Eingangsbereich des Wohnhauses. Das gesamte Treppenhaus und der Aufzug sind aussenliegend und bieten in jedem zweiten Geschoss Platz für die Gemeinschaft. Hier können Stühle und Tische stehen, oder die vorgesehenen Hochbeete gärtnerisch genutzt werden. Dieser Raum ist gelebte Nachbarschaft! Um diesen Gedanken nicht zu überstrapazieren ist ein gutes Gleichgewicht zwischen Privatsphäre und Gemeinschaft wichtig.

Vom gemeinschaftlich genutzten Verkehrsraum gelangt man in die Wohnungen. Auf jedem Geschoss gibt es einen Wohnungsmix aus 1-Zimmer 2-Zimmer und 3-Zimmer Wohnungen inklusive barrierefreiem und geförderten Wohnraum. Alle Wohnungen verfügen auf der Süd-West und Süd-Ost Seite des Hauses über private Freibereiche. Hier rückt die Fassade von der Holzskelettkonstruktion rund 1,50 m zurück und ermöglicht so eine Anordnung von Loggien/Balkonen, welche einen Blick auf den Park und das Gelände der Bundesgartenschau ermöglichen. Die Balkone sind absichtlich so angeordnet, dass eine Kommunikation untereinander möglich ist, der Nachbar jedoch nicht direkt angrenzt. Zudem kann durch das Vorhangsystem, welches zwischen der Holzkonstruktion angeordnet ist, weitere Privatsphäre geschaffen werden.

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Obergeschoss

Schnitt

Ansicht